Werkbank, die dritte (Update 13.07.2019)

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Mit Holz arbeiten ist für mich ein Hobby, bei dem nicht alles auf den ersten Wurf glückt:

  • meine erste Werkbank – mobil und zusammenklappbar – war zwar eine gute Idee, aber trotz einiger Kniffe nicht stabil genug
  • der zweite Wurf, eine Hobelbank, erwies sich als unpraktisch, da die Werkzeuglade grundsätzlich voll mit Werkzeug stand und der effektiv nutzbare Bereich dann doch sehr klein war; ich musste auch erst lernen, dass eine Hobelbank viel Platz nach allen Seiten braucht und somit halb-stationär an einer Wand viele Möglichkeiten verschenkt
  • außerdem kam ja noch eine Tischkreissäge hinzu und obwohl ich dafür gleich ein stabiles Untergestell mit Rollen gebaut habe, ist das ganze in der Praxis nicht so nützlich wie ich erhofft habe

Daher baue ich dieser Tage eine dritte Iteration einer Werk/Hobelbank. Im Gegensatz zu den anderen beiden habe ich mir einmal die Zeit genommen, sie in Sketchup zu planen; das hat mir sehr viel Ärger erspart!

Grob gesagt ist sie diesmal geringfügig höher (93cm), die Arbeitsplatte misst 120*80cm, die kleinere Platte für die TKS 80x85cm. Ein Schraubstock (Spear & Jackson Eclipse 7″ mit Quick-Release, ca. 50-60€) befindet sich Linkshänder-freundlich auf der rechten Seite.

Das Sketch sieht natürlich nicht besonders aus, und die TKS ist lediglich durch eine Box dargestellt:

Das herstellen der Arbeitsplatte (15-16 Kanthölzer, 50x50x1200mm) ging dank eines Dickenhobels und einer Flachdübelfräse diesmal um einiges leichter. Aufgrund des Hobelschlags müsst ihr jedoch an beiden Enden der Kanthölzer noch ca. 5cm (abhängig vom Dickenhobel) Reserve einplanen.

Mit den Maßen kann man sich ausrechnen, wie viele Kanthölzer benötigt werden. Ich hatte hier und da noch etwas Ausschuss, bin aber mit 22 Kanthölzern (je 2m Länge) ausgekommen. Die Tischfläche der TKS besteht aus drei 30x120cm großen Leimholzplatten (18mm dick), die zu einer passenden Fläche verleimt wurden.

Verleimt wurden jeweils die drei von vorne nach hinten verlaufenden Rahmen; diese werden über die langen Balken mittels Schlossschrauben verschraubt. Somit kann die Werkbank bei Bedarf für einen Transport zerlegt werden.

Die metallfarbenen Klötze an den unteren Enden der Beine sollen Transportrollen mit Bremsen und einer entsprechenden Tragefähigkeit darstellen. Der “blaue Klotz” rechts ist natürlich die TKS. Ebenfalls zu sehen ist ein Zyklonabscheider mit Auffangkiste sowie die Oberfräse (Makita RT0700C), die mit einem zweiten Korb (der einfache, nicht der Tauchkorb) per PE-HD Platte montiert wird.

Optisch gabs diesmal in Form von Beize ein Upgrade: das Gestell und die Platte für die TKS wurden in Kirschbaum dunkel gebeizt; die Tischplatte selbst in Birnbaum. Das Gestell erhielt zwei Leinöl-Firnis-Aufträge, die Arbeitsplatte drei Schichten Parkett/Treppen-Versiegelung. Mal sehen, wie lange die beiden Schutzarten halten werden.

Hier ein paar Fotos; auch zu sehen ist noch meine bisherige Hobelbank samt Schraubstock sowie die klappbare Werbank:

Kleines Update zum Fortschritt vom 13.07.2019:

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