Retro!

on

Mein Smartphone bleibt in den nächsten Wochen öfter zu Hause im Wohnzimmer. Auf Nachrichten in Whatsapp, Anrufe oder SMS-Nachrichten werde ich daher nur noch wenige Male am Tag reagieren. Stattdessen werde ich in Kürze auf einem schlichten Mobiltelefon (Feature Phone) mit neuer Nummer erreichbar sein und zwar hauptsächlich per Anruf. SMS geht prinzipiell auch, aber meine Antworten werden sehr kurz ausfallen.

Warum das ganze? Was ich nicht wahr haben wollte, hat sich in einem kleinen Experiment nach wenigen Tagen bereits gezeigt: bleibt das Smartphone zu Hause bzw. bleibt es abends außerhalb des Schlafzimmers, treten merklich weniger Schmerzen in Hand und Ellenbogen auf. Weil man abends eben nicht ständig doch noch zum Handy greift, Angebote auf Aldi, Amazon etc. prüft, EMails checkt, Katzenvideos weiterleitet, schnell noch hier und da was schreibt. Und das ganze auf einem 5″ großen Bildschirm mit eingeblendeter Tastatur… Daher möchte ich in den nächsten Wochen herausfinden, ob ich ganz auf mein Note 4 verzichten kann.

Dumm nur, dass ich meine alten Handys vor ein paar Monaten entsorgt habe (siehe unten). Ich habe mir daher ein einfaches Nokia 130 kommen lassen, das zwar prinzipiell gut ist, aber wie schon mein altes Nokia 6120 hat es eine winzige 5-Tasten-Wippe in der Mitte. Wer damit keinen SMS-Daumen bekommt, hat perfekte Gelenke. ;-)

Update: ich wusste es doch, dass ich mein altes 6310i und mein 6120 classic nicht weggeschmissen hatte! Wieder gefunden, zerlegt, gereinigt und zusammengebaut funktionieren beide tadellos. Das Alter – 16 Jahre hat das 6310i auf dem Buckel und 11 Jahre das 6120c – sieht man beiden aber deutlich an. Daher gibt’s in Kürze eine neue Oberschale in silber-schwarz sowie einen neuen Akku für das 6310i. Das 6120c ist mir im oben beschriebenen Sinne aber zu fummelig, obwohl es dank des Symbian S60 3rd Edition schon damals sehr viel konnte.

Nebenbei ein Foto mit den beiden Klassikern – huckepack auf meinem derzeitigen Note 4…

Tja,und wer bewusst kein Smartphone haben möchte, wird heutzutage nebst der Nokia 1-er Serie (105, 130, 150) und einem Samsung e1200i nur noch Seniorenhandys finden – inkl. extrem lauter Klingeltöne, Hörgeräte-Unterstützung und SOS-Taste. Das ist schon etwas deprimierend, aber nicht zu ändern. Ich habe mir für die nächsten Tage mal etliche Handys kommen lassen, aber mir ist irgendwie klar, dass darunter keines mit der Haptik eines Motorola Razr V3 oder eines Nokia 6310i zu finden sein wird.

Passend dazu gibts eine neue SIM-Karte: ohne Vertrag mit Telefon-Flat ins deutsche Festnetz und zu allen deutschen Mobilfunkanbietern für 6,50€ im Monat (Simply LTE 500). Mit einem winzigen Datentarif, der eh nicht gebraucht wird („Datenautomatik“ wird abgeschaltet).

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, nämlich zum einen, wie sehr ich mein Note 4 vermissen werde und ob ich dann wirklich eher telefonieren werde anstatt mir die Finger in Whatsapp & Co wund zutippen. Für mich selbst wird das ebenfalls eine große Umstellung, denn ich bin es kaum gewohnt, mit einem Mobiltelefon wirklich zu telefonieren – so paradox das klingen mag.

Mindestens ebenso spannend wird es aber sein, wie meine Freunde das aufnehmen werden. Jeder benutzt heutzutage Whatsapp und eine Telefon-Flat nutzten wohl nur wenige meiner Bekannten. Ob ich mich mit meinem Schritt dann etwas abseits stelle oder nicht, wird sich zeigen. So mancher dürfte dann evtl. etwas überrascht sein, dass ich öfter anrufe. ;-)

Nächste Woche wird es dann einen ausführlichen Beitrag geben, was ich persönlich von den verschiedenen Handys halten werde, die am kommenden Dienstag eintrudeln sollten.

Wie das Experiment ausgehen wird, kann ich noch nicht sagen. Twitter benutz ich seit längerem nicht mehr, da die Zeit dafür in keinem Verhältnis zum Nutzwert steht. Whatsapp werde ich sicher vermissen (man schickt sich ja nicht nur Katzenvideos zu). Das Wetter kann ich auch auf einem PC nachschauen, ebenso wie diverse Angebote. EMails lese und schreibe ich sowieso meistens an einem PC. Im Auto werde ich das Note 4 schon eher vermissen, denn gerade auf der täglichen Fahrt zur Arbeit hilft mir ein Navi gerne mal, Staus zu vermeiden. Lässt sich aber mit einem einfachen Navi auch so lösen. Wie gesagt, ich bin sehr gespannt, was ich dazu in den nächsten Wochen noch so schreiben werde.

Den Folgeartikel mit meinen Anforderungen und Einzeltests findet ihr hier.

 

Das Artikelbild entstand letzten Sommer beim Wandern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.