Seifenblasen

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Es ist neblig und kalt. Natürlich, auch da kann man tolle Fotos draußen machen, aber um ehrlich zu sein: bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Türe, schon gar nicht einen Fotografen. Da brachte mich Sven Klügl mit seinem Seifenhaut-Tutorial dazu, das mal nachzustellen.

Ein paar Worte zur Technik finden sich weiter unten. Zwei Fotos finden sich in QHD-Größe auch im Artikel Desktop-Hintergründe.

Anfangs wollte das jedoch nicht klappen, egal ob Softbox, Roundflash, Dauerlicht… okay, ein ordentliches Dauerlicht fehlt mir noch und eine 120 Watt Energiesparlampe (23 Watt real) kann man getrost vergessen. Eine Taschenlampe kann man auch gleich in der Schublade lassen. Letztlich geholfen hat eine Mini-Softbox zum Aufstecken auf den Blitz, mit etwa einer DIN A4-großen Frontfläche. Das war mal ein Tipp von Stephan Wiesner, der sich bereits öfter mal bezahlt gemacht hat.

Als Objektiv bin ich nach einigen Probeschüssen beim Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM gelieben, denn das Tamron 70-200mm f/2.8 VC USD hat dafür einen zu großen Mindestabstand von 1,3 Metern. Mit dem 100er Macro war der Aufbau außerdem recht übersichtlich – nachdem die große Softbox etc. wieder weggepackt war.

Das Seifenrezept, das ich im Internet fand, brauchte entweder Neutralseife von Haka oder Fairy Ultra Spülmittel. Dem kann ich hinzufügen: stattdessen kann man auch HaRa-Vollpflege-Konzentrat nehmen. Kleister hab ich mir geschenkt, aber einen ordentlichen Schuss Glycerin aus meinen Dampfer-Zeiten hinzugegeben. Zucker kam auch rein. Die Mengenverhältnisse weiß ich aber nicht mehr, war eher ein mal hiervon etwas mehr, mal davon etwas mehr. Klappte damit ganz passabel.

Zum Aufnehmen der Seifenblase habe ich einen kleinen 10×15 Alu-Bilderrahmen verwendet, denke aber, mit einem “gezackten” Rahmen, wie ihn Sven in seinem Video benutzt, dürfte es schönere Muster in der Seifenblase geben. Mit dem kleinen Rahmen hat die Aufsteck-Softbox auch völlig ausgereicht.

In der Nachbearbeitung wurde über die Belichtung die Details zur Geltung gebracht und über Teiltonung der Farbeindruck verstärkt. Hier und da wurde auch etwas nachgeschärft.